- Definition und Häufigkeit
- Anatomie und Funktion
- Ursachen und Risikofaktoren
- Vorbeugung
- Früherkennung
- Symptome
- Diagnose
- Therapie - Übersicht
- Therapie - Fortgeschrittener Darmkrebs
- Erkrankungsverlauf
- Reha und Nachsorge
- Besonderheiten
- Künstlicher Darmausgang
Das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Früherkennungsprogramm für Darmkrebs beginnt zur Zeit mit dem 45. Lebensjahr und besteht aus einer Austastuntersuchung des Enddarms und einem Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Die ab 01.10.2002 geltenden neuen Krebsfrüherkennungsrichtlinien beginnen für Darmkrebs ab dem 50. Lebensjahr. Ab diesem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, nennenswert an. Die neue Regelung sieht vor, dass alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich ihren Stuhl auf nicht sichtbares Blut untersuchen lassen. Ab dem 55. Lebensjahr besteht ein Wahlrecht auf:
Früherkennung – wer, wann, wie?
Mit 50 Jahren sollten Sie daher die erste Früherkennungsuntersuchung durchführen lassen. Gehen Sie danach regelmäßig einmal im Jahr zur Früherkennungsuntersuchung. Vereinbaren Sie mit Ihrem Arzt einen Termin.
Was tut Ihr Arzt?
Um einen Darmkrebs zu erkennen, stehen dem Arzt drei Möglichkeiten zur Verfügung:
- die Tastuntersuchung
- der Okkultbluttest
- die Darmspiegelung
Bei der Tastuntersuchung fühlt er vorsichtig den Enddarm ab. Dann wird er Ihnen einen Okkultbluttest, das heißt, einen Test auf verstecktes, nicht sichtbares Blut im Stuhl, mit nach Hause geben. Mit einem Spatel tragen Sie an drei aufeinander folgenden Tagen eine Stuhlprobe auf Teststreifen auf und schicken sie an Ihren Arzt. Ist der Test negativ, das heißt, es ist kein Blut vorhanden, ist die Untersuchung abgeschlossen. Der Okkultbluttest sollte sinnvoller Weise in jährlichem Abstand wiederholt werden. Ist er positiv, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Sie an Darmkrebs erkrankt sind.
Bei einem positiven Befund des Okkulttestes wird eine endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms empfohlen (Koloskopie). Gleichzeitig kann der Arzt Gewebeproben entnehmen, um sie später im Labor untersuchen zu lassen. Bei der Koloskopie können Krebsvorstufen im gesamten Dickdarm, sogenannte adenomatöse Polypen, nicht nur erkannt, sondern auch entfernt werden. Eine wirksame Krebsprävention ist somit möglich.
Fachliche Beratung
Prof. Dr. Becker
Georg-August-Universität Göttingen
Klinik und Poliklinik für Allgemeinchirurgie
Copyright 2008, Deutsche Krebsgesellschaft e.V., www.krebsgesellschaft.de
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