Erst wenn die Zellzahl wieder angestiegen ist, kann die Therapie nach Plan fortgesetzt werden. Dadurch entstehen Behandlungspausen, die den Therapieplan verändern.
Die zeitlichen Verzögerungen bzw. Dosisreduktionen können die erfolgreiche Zerstörung eines Tumors jedoch stark ein schränken und somit den Heilungserfolg verringern.
Einer Forschergruppe gelang es 1986 erstmals, den Wachstumsfaktor für die Bildung der neutrophilen Granulozyten biotechnologisch herzustellen. Inzwischen kann dieser auch in größeren Mengen produziert und damit als Medikament eingesetzt werden. Der biotechnologisch hergestellte Wachstumsfaktor wirkt genauso wie der körpereigene, natürliche Wachstumsfaktor: Er regt das Knochenmark verstärkt zur Bildung der neutrophilen Granulozyten an.
Seit einiger Zeit steht ein Wachstumsfaktor zur Verfügung, der langsamer im Körper abgebaut wird und nur noch einmal pro Chemotherapiezyklus gegeben werden muss.
Auf die Tumorkrankheit selbst haben die biotechnologisch hergestellten Wachstumsfaktoren in der Regel keinen Einfluss. Die Chemotherapie, die die Ausbreitung des Tumors stoppt und Krebszellen zerstört, muss deshalb nach wie vor den Anweisungen des Arztes entsprechend sorgfältig durchgeführt werden.
Wir haben ein umfangreiches Informationsangebot zusammengestellt an Infobriefen zur Chemotherapie und Broschüren rund um das Thema Krebs, die Sie über uns kostenfrei bestellen können.