- Definition und Häufigkeit
- Anatomie und Funktion
- Ursachen und Risikofaktoren
- Vorbeugung
- Früherkennung
- Symptome
- Diagnose
- Therapie - Übersicht
- Therapie - Fortgeschrittener Darmkrebs
- Erkrankungsverlauf
- Reha und Nachsorge
- Besonderheiten
- Künstlicher Darmausgang
Unter dem Begriff Darmkrebs werden im Allgemeinen Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) und des Mastdarms (Rektumkarzinom) verstanden. Zusammenfassend werden sie als kolorektales Karzinom bezeichnet. Der Begriff Karzinom kennzeichnet Krebserkrankungen, die vom Deckgewebe der Haut oder Schleimhaut ausgehen in diesem Fall von der Schleimhaut des Dickdarms. Krebs im Dünndarm ist selten, ebenso wie die Krebserkrankung der Afterregion (Analkarzinom). Beide Krebsarten unterscheiden sich in ihrer Entstehung und Behandlung vom Dickdarm- und Mastdarmkrebs. Darmkrebs kann sich in allen Abschnitten des Dick- und Mastdarms entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt im unteren Dickdarmabschnitt und zwar in den unteren 30 bis 40 Zentimetern. Vorläufer der Krebserkrankung sind in vielen Fällen so genannte Darmpolypen. Dabei handelt es sich um zunächst gutartige, oft pilzähnliche Geschwulste im Dickdarm. Etwa 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entstehen dadurch, dass diese Polypen entarten, ihre Zellen also zu Krebszellen umgewandelt werden.
Darmkrebs ist bei beiden Geschlechtern die zweithäufigste Erkrankung. In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert Koch-Instituts pro Jahr jeweils rund 37.200 Männer und 36.000 Frauen daran. Die Sterblichkeit an Darmkrebs nimmt seit Mitte der 1970er Jahre kontinuierlich ab. Dennoch ist Darmkrebs nach wie vor die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Darmkrebs tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf. Das Durchschnittsalter beträgt bei Männern 69 Jahre, bei Frauen ist es mit 75 Jahren erheblich höher. Etwa sechs Prozent der Bevölkerung - das sind in der Bundesrepublik Deutschland fast fünf Millionen Menschen müssen nach Schätzungen damit rechnen, dass sie im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs erkranken.
Fachliche Beratung: Prof. Dr. Becker Georg-August-Universität Göttingen Klinik und Poliklinik für Allgemeinchirurgie
Copyright 2008, Deutsche Krebsgesellschaft e.V., www.krebsgesellschaft.de
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