01.03.2010

Darmkrebsmonat März 2010

Deutschland spricht über Darmkrebsvorsorge.

Der Monat März ist Darmkrebsmonat. Seit bereits neun Jahren engagieren sich während dieser 31 Tage Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städte, Kliniken, Apotheken und Privatpersonen verstärkt für die Darmkrebsvorsorge. Unterstützt werden die öffentlichkeitswirksamen Aktionen durch die Werbekampagne und Pressearbeit der Felix Burda Stiftung sowie durch die Berichterstattung vieler Medien.

Seit erstmaliger Ausrufung des Aktionsmonats 2002 hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung viel bewegt: Deutschland spricht über Darmkrebsprävention und rund 500.000 Menschen in Deutschland nehmen jährlich die Vorsorgedarmspiegelung in Anspruch.

Wenn es um Darmkrebs geht, hört bei mir der Spass auf.

Pünktlich zum Darmkrebsmonat März startet die Felix Burda Stiftung eine neue Werbekampagne. Die Hauptrollen spielen dieses Jahr erstmals vier deutsche Comedians: Atze Schröder, Ingolf Lück, Markus Maria Profitlich und Hans Werner Olm führen in ihren Paraderollen die größten Vorurteile gegenüber der Darmkrebsvorsorge ad absurdum.

Darmspiegelung schützt vor Krebs

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie unterstreichen das große Potential der Vorsorgekoloskopie Krebsforscher des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg belegen, dass fortgeschrittene, gefährliche Vorstufen von Darmkrebs bei den Personen viel seltener auftreten, die sich innerhalb der letzten zehn Jahre einer Darmspiegelung unterzogen haben. Rund 3300 Personen waren bei der wissenschaftlichen Untersuchung einbezogen. Die Forscher fanden bei Personen, die bereits eine vorangegangene Koloskopie hinter sich hatten, deutlich seltener fortgeschrittene Krebsvorstufen als bei Studienteilnehmern, die sich erstmalig einer Darmspiegelung unterzogen (6,1 % gegenüber 11,4 %).

Um zu überprüfen, ob das verringerte Auftreten von Krebsvorstufen gleichermaßen für alle Darmabschnitte gilt, werteten die Forscher die Daten für einzelne anatomische Bereiche des Dickdarms getrennt aus. Dabei zeigte sich eine stark ausgeprägte Risikoreduktion im so genannten linken ("absteigenden") Teil des Darms, der direkt in den Enddarm übergeht und in dem Krebs am häufigsten auftritt. Hier entdeckte man bei Teilnehmern mit vorangegangener Koloskopie zwei Drittel weniger fortgeschrittene Krebsvorstufen als bei den Teilnehmern ohne vorangegangene Darmspiegelung.

Die Ergebnisse unterstreichen somit das große Potenzial der Darmspiegelung für die Verhütung von Darmkrebs.

Quelle: Felix Burda Stiftung und Deutsches Krebsforschungsinstitut (DKFZ)


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